| Künstlerisches rund um den Loschwitzer Elbhangfest-Weihnachtsmarkt: Von Engeln, Puppen und Muffins |
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Die Eröffnung des Weihnachtsmarktes wird wie immer am Alle Besucher sind natürlich neugierig, was die einzelnen Händler zu bieten haben. Stände werden umlagert und man sucht nach Neuem und nach Geschenken für die Lieben daheim. Doch auch die Vorbereitungszeit war spannend und im Organisationsbüro herrschte eine Atmosphäre wie im Juni kurz vor dem Elbhangfest. Bereits im sonnigen September wurden die zahlreichen Händlerbewerbungen gesichtet, geprüft und für gut befunden, mit Künstlern verhandelt und Programme abgesprochen, Ideen gesammelt und das Plakat entworfen. So nahm der nunmehr 8. Elbhangfest-Weihnachtsmarkt von Woche zu Woche mehr Gestalt an und inzwischen hat die Vorfreude ihren Höhepunkt erreicht. Neben zahlreichen Markthändlern, die auch in den vergangenen Jahren mit ihrem Angebot vertreten waren, gibt es 2004 wieder Neues zu entdecken. Bratäpfel und natürliche Produkte rund um den Apfel, Ziegenkäse aus Graupaer Bioherstellung, kunsthandwerkliche Erzeugnisse aus Filz, Holz und vieles mehr. Drei weitere Markstände können im Loschwitzer Kunsthof, Friedrich-Wieck-Straße 5, aufgestellt werden, da dankenswerter Weise Eberhard Klinkewitz sein Grundstück zur Verfügung stellt. Der gemütliche Innenhof ist nicht nur ein Platzgewinn, sondern auch eine attraktive Bereicherung für das weihnachtliche Markttreiben in Loschwitz. An allen sechzehn Tagen werden in den Nachmittags- und Abendstunden kleine Konzerte, Kinderprogramme und auch die eine oder andere Überraschung für vorweihnachtliche Atmosphäre sorgen. Das tägliche Programm ist auch im Internet unter www.elbhangfest.de und auf Tafeln an den Markteingängen zu erfahren. Was machen die kreativen Handwerker in der Vorweihnachtszeit? Wir gingen in einige Werkstätten und Ateliers am Elbhang und schauten den Künstlern über die Schultern. Können die Engel schon fliegen, ist Weihnachten hier schon zu spüren? |
![]() Der Loschwitzer Weihnachtsmarkt, wie jedes Jahr aufgebaut von vielen ehrenamtlichen Aktiven des Elbhangfest e. V. Seit 2003 ist er geschmückt mit dem von Reinhold Herrmann gestalteten Christengel. Dieses Motiv ist auch als Ansichtskarte erhältlich. Foto: Jürgen Frohse ![]() Titelbild: Der Loschwitzer Maler Herrmann Vogel (siehe EHK 10/2004) schuf diesen engel-, tier- und kinderfreundlichen Weihnachtsmann ohne Rute! Auf dem Loschwitzer Weihnachtsmarkt-Plakat begegnen wir ihm wieder. Vorlage: Archiv Holger Friebel |
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| Schwebende Engel Hoch oben über dem Weihnachtsmarkt wird, wie schon im letzten Jahr, der Holzengel von Reinhold Herrmann schweben und seine Flügel über den Besuchern des Weihnachtsmarktes ausbreiten. Ein erster Engel in den Händen des angehenden Malers entstand vor über 30 Jahren. Die Ausgangsidee war der erzgebirgische Lichterengel als Schutzengel der Bergleute. 1993, zur Eröffnung der Galerie an der Schwebebahn, schnitzte und arbeitete Reinhold Herrmann einen ersten größeren besonderen Engel, der das Zeichen für die kleine Galerie an der Pillnitzer Landstraße 1 wurde. Daraus ergab sich später der Auftrag für einen Engel für den Loschwitzer Weihnachtsmarkt. Und so kam und kommt es Jahr für Jahr im Atelier von Reinhold Herrmann und Gisela Kaiser am Wachwitzer Steinberg in der Vorweihnachtszeit zum Schnitzen, Zusammensetzen der Teile, Bemalen, Vergolden einiger Engel. Gern werden diese handwerklichen Arbeiten in und mit Holz als Sammlung am Abschluss des Jahres ausgeführt. Irgendwie wird schon das Jahr über darauf orientiert: das Holz zum Trocknen beiseite gelegt, schon mal etwas daran gemacht im November geht es dann intensiver los. In diesem Jahr entstehen zwei etwa einen Meter große Lichterengel und zwei kleinere aufzuhängende Engel natürlich keine Serien, sondern jeder Engel mit einer individuellen Gestalt und Persönlichkeit. Kunsthandwerk der edlen Art |
![]() Reinhold Herrmann in seinem Atelier in Wachwitz. Foto: Dieter Fischer ![]() ![]() Marion Hempel am Brennofen und Simone Wagner bei letzten Arbeiten an ihren Gefäßen in der alten Wachwitzer Schule. Fotos: Jürgen Frohse ![]() Klaus Wiechmann mit Elch. ![]() Jeder Wiechmann-Schwippbogen ist ein Unikat. Fotos (2): Dieter Fischer ![]() Annelie Wiltner in ihrer Werkstatt auf der Grundstraße. Foto: PR |
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| Aber nett, weil aus Brett Der Holzgestalter Klaus Wiechmann wird seinen Stand gleich am Beginn des Marktes an der Pillnitzer Landstraße haben. Seine aus Altholz gefertigten Holzfiguren sind lustig und bringen zum Schmunzeln. Zuerst gab es den Elch, der auf den Schaufeln Kerzen trägt. Immer noch ist er das Markenzeichen, der Renner Achtung! Freilaufender Elch und mehr. Das weihnachtliche Sortiment ist inzwischen breit gefächert: Schwippbögen, Weihnachts-Krippen und -Berge bestimmen das Angebot. Aber auch Puppenhäuser, Leuchter, Vogelnistkästen, Holzspielzeug und vieles mehr stehen in den Regalen der Werkstatt in Hosterwitz. Es gibt keine Serienfertigung, jedes Stück, jede Gruppierung ist ein Unikat. Alles ist so angelegt, dass immer wieder erweitert, vergrößert, komplettiert werden kann. Das Geschwungene, Krumme spielt eine Rolle, die Struktur des Holzstücks kommt zur Geltung. Immer wieder wird das Produkt lustig abgerundet, mit ausschmückenden, unterstützenden Sprüchen versehen. |
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Ein kleiner Engel geht seinen Weg |
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| Drollige Charaktere: Kakus-Puppen Wenn der Sommer zu Ende geht, wird in der Werkstatt der Familie Dittrich/Karker schon eifrig an neuen KAKUS-Engeln und -Weihnachtsmännern gearbeitet. Die Handpuppen sind schon seit dem zweiten Weihnachtsmarkt mit dabei und erfreuen sich großer Beliebtheit bei Klein und Groß. Jede KAKUS-Figur ist ein Unikat und bedarf vieler Stunden Arbeit. Der Grundstoff der Puppen ist eine Eigenentwicklung. In den geübten Händen entstehen daraus die vielen großartigen Charakterköpfe und Phantasiewesen. Dann wird genäht und geschminkt, bis alle Puppen bereit für ihren Auftritt auf dem Weihnachtsmarkt sind. |
![]() Letzte Pinseltupfer auf den Kakus-Engeln. Foto: Sylvio Dittrich |
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| Muffins an der Senfbüchse Der Loschwitzer Weihnachtsmarkt könnte doch auch künstlerisch und kulinarisch verlängert werden, dachte sich Markuss Göpfert. Seine Idee ist es, die Senfbüchse mit einzubeziehen. Sie soll von Innen und Außen eine Lichtinstallation erhalten. Auf Bänken ringsum könnte man Glühwein und Senfspezialitäten genießen. Beschützt würde das Denkmal von einem lebensgroßen Bergmann-Muffin. Muffins, das sind Comicfiguren mit drei Zehen und drei Fingern. Sie schlüpfen in jede Rolle und in jeden Beruf. Sie sind kindlich naiv, verspielt und verträumt und werden in Rochwitz, in der Werkstatt des Künstlers, geboren. Es gibt sie als große Gemälde, Anstecker, Sperrholzfiguren, Scherenschnitte usw. Die Internet-Seite der Muffins erhielt bei dem Wettbewerb sächsischer Internet-Präsentationen in der Kategorie Design erst kürzlich einen zweiten Preis. Den weihnachtlichen Bergmann-Muffin wird man auf dem Weihnachtsmarkt auch erwerben können, wenn die noch ausstehenden Genehmigungen für die außergewöhnliche Nutzung des Denkmals auch erteilt werden. |
![]() Markuss Göpfert im Atelier in Rochwitz. Foto: Jürgen Frohse |
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